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Arne Voigtmann

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Ein zweifelhaftes Geschäft
Fortune on the Rocks
Don Rosa
Don Rosa
Jano Rohleder
12
USA 9 (Nov. 1988)
MM 8-9/90, OD 3, MM 38/2001, HOF 6, TGDD 286, DRC 1
AR 128
keine
Blätter der Pflanze links unten im Splashpanel
keine

Inhalt

Onkel Dagobert hat beim Erwerb einiger Ölquellen der Kakimaw-Indianer einen Berg mitkaufen müssen, da die Indianer das Geld dringend für die Einrichtung eines Touristenzentrums benötigen.

Zusammen mit seinem Neffen Donald - den er mithilfe eines Taxameters am einzig verfügbaren Transportmittel weit und breit an der Rückfahrt hindert - und seinen Großneffen Tick, Trick und Track, die im Fähnlein Fieselschweif schon einiges über Edelsteine und dergleichen gelernt haben, sucht er auf dem Berg nach Bodenschätzen.

Außer einigen indianischen Pfeilspitzen finden sie zunächst nichts auch nur annähernd wertvolles, dafür aber eine Höhle voller Fledermäuse.

Nach der Feststellung Dagoberts, dass es sich bei der von ihm als Granat oder Rubin eingeschätzten roten Substanz, die er auf einem Felsvorsprung entdeckt hat, um einen von Donald achtlos weggeworfenen Zimtkaugummi handelt, zieht sich dann auch noch ein Riss durch das Gestein. Der Felsvorsprung, auf dem Dagobert sich noch vor kurzem über Donald aufgeregt hat, stürzt mitsamt Onkel Dagoberts Stock in die Tiefe, Track kann sich gerade noch am Rest des Felsvorsprungs festhalten.

Lange wird er die anderen, die mit einem Seil mit ihm verbunden sind, nicht mehr halten können. Da kommt Trick die rettende Idee: Onkel Dagobert, der am weitesten unten hängt, soll versuchen mit Schwung auf den nahen Felspfad zu springen.

Doch er landet nicht etwa auf dem Pfad, sondern ca. 80 Zentimeter darüber: Auf einer Bergziege, die über ihren neuen Reiter nicht gerade erfreut ist, und prompt versucht, sich dessen zu entledigen. Onkel Dagoberts Plattfüße haben sich jedoch in den Hörnern des Tiers verfangen und so können sich die Ducks der Ziege nur durch das geistesgegenwärtige Handeln Tracks entledigen: Er bindet sein Ende des Seils an einen herausragenden Fels am Rande des Pfades und katapultiert so die Ziege in weite Ferne.

Kaum ist das überstanden lauert auch schon die nächste Tortur: Ein von Donald nach eingehender Betrachtung als Opal eingeschätztes Adlerei lockt die Mutterinstinkte eines Adlers, der Donald sogleich in die Lüfte hebt.

Der ernüchternde Neffenkommentar: Ruhig, Onkel Donald! Adler stehen unter Naturschutz! - Adler? Und Ich? Glücklicherweise verputzt der Adler Donald nicht zum Frühstück, sondern wirft ihn lediglich in die Fledermaushöhle.

Stunden später haben die Ducks fast schon den Gipfel erreicht und scheinen nach einem wertlosen Schiefer endlich etwas wertvolles gefunden zu haben: Am Gipfel erblickt Onkel Dagobert ein schwarzes Mineral, nach Vermutungen der Neffen wahrscheinlich ein Obsidian oder Onyx.

Als Onkel Dagobert das Mineral zur gründlichern Untersuchung an sich nehmen will, weckt er sogleich die Bergziege, mit der er vor kurzer Zeit schon mal Bekanntschaft gemacht hat. Das Mineral entpuppt sich als deren Nase, und da Onkel Dagobert offenbar sehr zugepackt hat folgt sogleich auch die Reaktion der nun schwer wütenden Bergziege.

Mit einem gezielten Tritt verpasst das Tier dem Felsbrocken, auf dem die Ducks stehen, etwas Schwung, schließlich landet man beinahe unverletzt auf dem Auto, mit dem die ganze Sache angefangen hat. Onkel Dagobert findet zwar seinen Stock wieder, aber der Berg scheint eine totale Fehlinvestition zu sein.

Als Onkel Dagobert sich schon vollends der Trauer hingibt, hilft ihm prompt einer der Kakimaw-Indianer aus der Patsche: Die Indianer benötigen nämlich reichlich Schotter für ihr Touristenzentrum.

Schlussendlich sind alle glücklich: Onkel Dagobert, weil er mal wieder seinen Riecher für gute Geschäfte bewiesen hat; Tick, Trick und Track, weil sie auf ihren Großonkel stolz sein können - nur Donald ist mit seiner Rolle als Schotterabbauer nicht allzu zufrieden...

(Max Baumgart)

Kommentar

Eine klassische, mit allerlei Informationen über diverse Mineralien und auch mit einigen Hintergrundgags gespickte Gag-Story á la Barks, in der der typische Rosa-Humor hervortritt, mit nettem Schluss, aber mieser Kolorierung.

Witzige Gagstory mit annehmbaren Zeichnungen: 2/2-

(Max Baumgart)

Auftauchende Charaktere:

Erwähnte Charaktere:

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Hintergrundinfos


Allgemeines

Ein unübersetzbares Wortspiel (s. Dons Kommentar) gefällig? Bitte sehr:

Auf S. 3 heißt es im Original:
Tick: Let's get started!
Donald: So where do I hammer this spike?
Tick: Right there, Unca Donald! That's your fault.
Donald: Oh, sure! Blame everything on me!

Frei (nein, eigentlich fast wörtlich) übersetzt heißt das:
Tick: Fangen wir an.
Donald: Schön. Wo soll ich meine Spitzhacke ansetzen?
Tick: Hier, Onkel Donald. Das ist dein Riss. [Wobei das englische fault sowohl Riss als auch Schuld bedeuten kann, weshalb Donald ärgerlich wird:]
Donald: Na klar! Schieb ruhig die ganze Schuld auf mich!

Ursprüngliche deutsche Übersetzung von Peter Daibenzeiher.

Dons Kommentare

Aus der HOF 6.
Von allen Geschichten in diesem Band wird dies die größte Herausforderung für den Übersetzer sein. Ich wünschte, ich könnte Ihnen erklären, mit welchen Widrigkeiten der arme Kerl in dieser Geschichte zu kämpfen hat. [...] Die Geschichte enthält etliche Passagen und Wortspiele, die nur auf englisch einen Sinn ergeben... und viele der besten Gags in dieser Geschichte basieren komplett auf unübersetzbaren Wortspielen.

Video-Rezension

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Letzte Änderung am 19.07.2013