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Arne Voigtmann

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Kein Tag wie jeder andere
The Duck Who Never Was
Don Rosa
Don Rosa
Peter Daibenzeiher
16
AA 23/94 (FIN) (Juni 1994)
MM 24/94, SJDD, OD 31, HOF 14
D 93574
keine
Ursprünglich gab es keine Widmung, bei einigen Publikationen wurde jedoch eine auf einen Kühlschrankmagneten hinzugefügt.
Auf Seite 4, Panel 6 und 9 wurde dieVoodoo-Puppe Micky dahingeschlaucht.

Inhalt

Nach einem Besuch im Museum ist Donald nie geboren worden! Nun findet er heraus, wie seine Verwandten leben würden, wenn es ihn nie gegeben hätte.

Es ist Donalds Geburtstag und nicht einmal seine Neffen scheinen sich daran zu erinnern. Warum auch? Laut eigener Meinung hat Donald auch nichts erreicht, worauf er oder die Drillinge stolz sein könnten. So schleppt er sich zum Völkerkundemuseum, um einen neuen Job anzutreten. Durch einen Zufall hält ihn der Direktor direkt nach Anstellung für 60 Jahre alt und muss ihn in Rente schicken. Mit der bei solchen Anlässen obligatorischen Armbanduhr schubst der Direktor ihn in die Museumshallen, wo Donald gegen eine Säule stürzt und von einer herunterfallenden Urne in süße Träume versetzt wird.

So sieht Donald auf einmal einen Dschinn vor sich, der ihm einen Wunsch erfüllen möchte. Doch Donald entfährt nur ein depressives Manchmal wünsche ich mir, ich wäre nie geboren worden.

Nachdem Donald daraufhin das Museum verlässt, scheint seine traute Heimatstadt wie ausgewechselt, und auch seine Verwandten verhalten sich reichlich ungewöhnlich ...

(David Bühring)

Kommentar

Als ich den Comic das allererste Mal las, hatte ich keinerlei Hintergrundinformationen über Barks oder seine Comics. Trotzdem habe ich den Comic sofort geliebt, was an seinen nicht aufdringlichen Rückblicken und der filmischen Atmosphäre liegt. Es bleiben gegen Ende kaum Fragen offen, obwohl die Handlung eine der fantastischsten ist, die Rosa je kreierte. Der Anblick vom verarmten Dagobert und dem abgemagerten Franz bewegt mich heute noch genauso wie damals.

Obwohl die Geschichte vor Figuren nur so wimmelt, wirkt sie nicht überladen, sondern vielschichtig und lässt immer wieder neue Facetten erkennen. Mittlerweile konnte ich den Film Ist das Leben nicht schön? sehen und halte Rosas Comic für die bessere Interpretation dieser Grundidee.

Rosa bezeichnet Helferleins zu kleinen Kopf als einzigen Makel des Comics. Mich stört als einziger Punkt in dem Comic die seltsame Perspektive in dem Welt, ich komme!-Panel. Zeichnerisch bemerkenswert ist der viele Dreck im neuen Entenhausen, das beinahe expressionistische Aufwachen Donalds und sein Selbstgespräch. Also insgesamt nur ein einziger Makel in einem rundum gelungenen Comic.

Besser als sein Vorbild: 1+

(David Bühring)

Auftauchende Charaktere:

Erwähnte Charaktere:

Hintergrundinfos


Allgemeines

Auf Seite 5 wurde der Name Byron unter einer Fratze auf die Museumswand gesprüht, Rosas Chefredakteur Byron Erickson wird damit wohl gemeint sein.

Wenn Donald nie geboren wäre, wie hätte Herr Düsentrieb sein Helferlein bauen können? Laut Der erste Erfolg war Donald an dessen Entstehung maßgeblich beteiligt ...

Wen wundert’s: Das Panel, in dem Donald das erste Mal von der Urne niedergestreckt wurde, entspricht auch dem zweiten.

Nachdem Gustav erfährt, dass Donald für 60 gehalten wird, lässt er mehr Kerzen in die Torte stecken – man erfährt also sein richtiges Alter nicht.

Die dicken Drillinge Tick, Trick und Track bitten Donald, den Fernsehsender zu wechseln, weil die Fernbedienung hinüber sei. Dieser Satz steht im Original natürlich nicht dort, da Rosas Geschichten in den Fünfzigern spielen und es damals noch gar keine Fernbedienungen gab.

Dons Kommentare

Don Rosa im OD-Album 31: Diese Geschichte ist die offizielle Story zu Donald Ducks 60. Geburtstag. [...] Ich kopierte die Idee von einem Film, den jeder liebt: Frank Capras It’s a wonderful Life aus dem Jahre 1946. [...] Der Film ist so bekannt, dass niemandem die Ähnlichkeiten entgehen können. Um meine Hommage an den Film zu signalisieren lasse ich Donald in meinem Originalskript am Ende der Story sagen: It’s a wonderful life. [...]
Ja, ich mag diese Geschichte (und dass ich mit einer meiner eigenen Geschichten zufrieden bin, ist keineswegs etwas, was man oft von mir hört). Die einzige Sache, die ich gern korrigieren würde, ist die Größe von Helferleins Glühbirnen-Kopf.

Barks-Reminiszenzen (und andere)

Das Völkerkundemuseum und dessen Wikingerschiff stammen aus Der goldene Helm von Carl Barks: Aber das Wikingerschiff dort staube ich nicht ab! Einmal habe ich .... Der Direktor ist jedoch nicht Thomas Weihrauch aus der Barks-Geschichte, sondern ein neuer. Die aztekische Rüpel- Gottheit entstand auch in Anlehnung an die obstrusen Figuren im Originalcomic.

Barks’ Die Intelligenzstrahlen, welche Herr Düsentrieb auf Seite 5-6 anspricht, wurden auch bei ihm an einem Wolf angewendet, welcher daraufhin Hunger auf Enten bekam und Donald jagte.

Daisys Tagebuch wurde wirklich verlegt und verkauft, allerdings in den USA und in Comicform.

Donald brachte die Drillinge in Rosas Reif für’s Fähnlein Fieselschweiff trotz ihrer ablehnenden Haltung in die Pfadfinder- Truppe.

Dass die Panzerknacker ehrlich wie unsere Großmutter sind, klingt wie eine DuckTales-Anlehnung.

Die Steine, die Donald bei seinem Autocrash vom Regal fegt, sind aus Barks’ Im Land der viereckigen Eier, in welchem Donald durch Fallenlassen einer der Würfel herausfindet, dass diese Eier sind.

Donalds Lieblingsbrause Blubberlutsch stammt aus Barks’ (im deutschen) gleichnamiger Story.

Hintergrund-Gags

Donalds Brotköfferchen am Anfang der Geschichte löst sich beim Ziehen über den Boden so weit auf, dass Donald nur noch den Henkel in sein Auto wirft.

Unter den von Gustav zu findenden Werten befindet sich auch die Mona Lisa.

Ein Schild nahe der Geist-Vase ist mit Waffen gespickt, darunter ist auch ein Dart- Pfeil.

Nicht gerade Hintergrund, aber warum bei Daisys Verlag Gänseblümchen als Symbol benutzt werden, wird nur der Englischkundige verstehen ...

Obwohl Donald es nicht verlangte, pinselt Franz ihm großzügig den ganzen Stammbaum (ohne Donald) auf die Mauer, wobei es sich natürlich um Rosas Stammbaum der Ducks handelt. Dieser wurde übrigens auch zu Donalds 60. Geburtstag in Deutschland als Extra des Micky-Maus-Magazins veröffentlicht.

Das Museum wird in der alternativen Zeitlinie von Mac Moneysac zum Verlauf angeboten.

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Letzte Änderung am 29.03.2009