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Arne Voigtmann

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Der Milliardär im Hochmoor
The Billionaire of Dismal Downs
Don Rosa
Don Rosa
Peter Daibenzeiher
15
KA 45/93 (S) (November 1993)
MM 9/95, OD 5, SLSM, SLSM2008
D 93121
keine
Zwischen den gekritzelten Zeilen in der unteren Mitte der Zeitung im Splashpanel
keine

Inhalt

Dagobert kehrt nach Schottland zurück und beschließt mit seinen Schwestern nach Entenhausen zu ziehen.

Zu Beginn der Geschichte zahlt Dagobert Shandy Schofel seine Schulden zurück, die einzigen im seinem Leben. Nach zwei Jahren besitzt er nun endlich seine erste Million. Sein Claim ist erschöpft, also kauft er die Bank von Whitehorse und vergibt Kredite an Goldgräber. Mit weiteren Geschäften wie einem Sägewerk, Fischöl, Frachtverkehr und Limonade bringt er es nur fünf Jahre nach seinem ersten Goldfund zum Milliardär.

Nun kehrt er in seine Heimat zurück, wird allerdings sehr unfreundlich von den Dorfbewohnern empfangen. Lediglich sein Vater und seine Schwestern begrüßen ihn herzlich. Nachdem er bei einem Krämer seinen berühmten Gehrock erstanden hat (im Tausch für sein teures Sakko und fünf Schilling) besucht er das Grab seiner Mutter und präsentiert seiner Familie seinen neu erworbenen Reichtum, den er in Fässern verstaut hat. Über sein Geldbad können Dagoberts Schwestern jedoch nur den Kopf schütteln.

Eigentlich will er in seiner alten Heimat eine Zentrale für seine Geschäfte gründen, nimmt dann aber zuerst an den traditionellen schottischen Hochlandspielen teil, um seinen alten Freunden und Nachbarn zu zeigen, dass er nach wie vor einer von ihnen ist. Trainiert wird er für die Spiele vom jungen Scottie McTerrier (für einen Viertelpenny die Stunde), der später der Verwalter der Duckenburgh wird. Im Laufe der Hochlandspiele muss Dagobert jedoch schnell feststellen, dass ihn all die Jahre, die er in der Weltgeschichte herumgereist ist, sehr von seiner Heimat entfremdet haben.

(Momo)

Kommentar

Diese Geschichte ist sehr emotional. Es ist schade, wie die Dorfbewohner Dagobert ablehnen, aber auch witzig, wie sie seine Wut darüber nicht verstehen können. Wir können wichtige Details sehen, so sein erstes Geldbad und den Erwerb seines roten Gehrocks.

Die Hochlandspiele sind gut dargestellt, witzig ist, wie Dagobert trotz starker Leistung aus den verschiedensten Gründen dennoch jedes der Spiele verliert. Es ist zwar etwas nervig, muss aber alles so sein, da er ja das Heimatgefühl verlieren und schließlich nach Entenhausen ziehen muss. Besonders witzig sind das Gedicht, das er im Rahmen der Hochlandspiele vorträgt und der Streit mit seinen Schwestern, die ihn wegen Nelly(hausen) ständig aufziehen.

Besonders traurig ist der Tod von Dagoberts Vater, der aber auch wieder ganz nett und einfühlsam dargestellt ist, so könnte es doch in Wirklichkeit auch gehen, solch einen Tod würde ich mir wünschen.

Eine sehr emotionale aber gleichzeitig witzige Story: 2

(Momo)

Auftauchende Charaktere:

Erwähnte Charaktere:

Hintergrundinfos


Allgemeines

Rosa war klar, dass Dagoberts Eltern im Laufe der Serie sterben mussten, also ließ er sich bei Dietberts Tod (als Fan des klassischen Films) vom Film Ein Gespenst auf Freiersfüßen (engl. The Ghost and Mrs. Muir) inspirieren, der 1947 erschien und in dem Gene Tierney und Rex Harrison die Hauptrollen spielten.

Dons Kommentare

Aus SLSM 2008: Auf der Zeitung im Splashpanel scheint das Datum 10.05.1897 erkennbar zu sein. Ich schätze, dass ich das Ende von Kapitel VIII und die Rückblenden in Barks' Wiedersehen mit Klondike (FC 456) zeitlich einordnen wollte. [...]
Im zweiten Panel von Seite 7 sagt Dagobert: Bauer! Das ist - zusammen mit dem folgenden Dialog - eine Anspielung auf Monty Pythons Die Ritter der Kokosnuss.
Der Spruch Ein wunderbarer Wurf! aus Panel 4 auf Seite 8 war ein Insider-Gag für mich selbst. Das sagte John Steed am Ende jeder Folge von Mit Schirm, Charme und Melone zu Mrs. Peel, wenn sie ihr Jiu-Jitsu demonstrierte. Ich war wohl die einzige Person, die das wusste. Das nenne ich mal einen echten Insider.
Seite 12, Panel 1: Die Grimpin Mire müsste der Ort sein, an dem Sherlock Holmes fast von dem Hund (von Baskerville) erledigt wurde.

Barks-Reminiszenzen (und andere)

Die Zeitungsschlagzeilen im Splashpanel und Dagoberts Nuggetversteck stammen aus Wiedersehen mit Klondike (FC 456).

Die Rückzahlung von Dagoberts Kredit an Shandy aus Alaska- Katastrophe (U$ 59). Laut dieser Geschichte erhielt Dagobert das Geld 1898, bei Rosa aber 1896, da er sonst keinen Claim mehr bekommen hätte.

Weitere Details aus Barks-Geschichten:

Dagobert wird von den Bewohnern Dawsons beschimpft (das Panel stammt 1:1 aus Der arme alte Mann (FC 386)).

Dagoberts erste Million und die Besitzurkunde des Glatzenkogels (aus Don Rosas Der letzte Schlitten nach Dawson).

Dagoberts Bank in Whitehorse wird erwähnt in Der güldene Wasserfall (U$ 22)

Dagoberts weitere Unternehmen am Yukon und seine erste Milliarde stammen aus Der Lockruf des Mondgoldes (U$ 49).

Die Herkunft von Dagoberts rotem Gehrock wird erwähnt Das goldene Vlies (U$ 12).

Die Fässer mit seiner ersten Milliarde sind zu sehen in Seltene Münzen (WDC 130).

Scottie wird als Hausverwalter in Barks' Das Gespenst von Duckenburgh (FC 189) erwähnt. Dort taucht jedoch nur ein Betrüger auf, der sich als Scottie (der bereits verstorben ist) ausgibt.

Die Whiskervilles und der Tartan der Ducks stammen aus Der Hund der Wiskervilles (U$ 29).

Die Besitzurkunde des Glatzenkogels, Nellys Haarlocke, das Straußeneinugget, das alte Tresorfach der Whitehorserbank und der dickbäuchiger Kanonenofen werden in Rosas Seine Majestät Dagobert I. erwähnt.

Hintergrund-Gags

Auf Seite 1 im dritten Panel legt eine Maus ein Stück Käse auf eine Mausefalle. Auf der nächsten Seite im zweiten Panel möchte sie wie Dagobert von Shandy eine Quittung unterschrieben haben.

Man beachte Dagoberts Schilder in der Bank (Seite 2 Panel 7 und 8) und das Bild seiner zornigen Augen (Seite 4 Panel 3).

Witzig ist auch die Aussage des Mannes, dass die Juroren sich nun aufgewärmt haben, aber auch sternhagelvoll seien (Seite 10 Panel 9). Dies ist zwar kein wirklicher Hintergrundgag, weil's ja jeder liest, aber trotzdem lustig.

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Letzte Änderung am 03.02.2011